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Warum Quecksilber in Blutdruckmessgeräten?

Einleitung – Warum Quecksilber in Blutdruckmessgeräten?

Warum Quecksilber in Blutdruckmessgeräten bei analogen Geräten?

Warum Quecksilber in Blutdruckmessgeräten?Warum Quecksilber in Blutdruckmessgeräten? – Die Maßeinheit des Blutdruckwertes mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) geht auf die Messmethode zurück, mit der die Blutdruckmessung begründet worden ist. Hier wurde mittels einer Quecksilbersäule zurück der Anstieg des Blutes im Blutgefäß in Millimetern gemessen. Auch heute sind noch Quecksilbersäulen – Geräte in Arztpraxen zu finden. Der Bestandteil Quecksilber ist ohnehin nur in analogen Geräten zu finden. Die digitalen Blutdruckmessgeräte unterliegen einer neuen, modernen Messmethode. Auch wenn viele der Geräte, die heute verkauft werden kein Quecksilber mehr enthalten, wird der Blutdruck noch immer in dieser Maßeinheit angegeben. Eine Änderung der Einheit wird schon lange diskutiert, findet aber bei Medizinern in Deutschland keinen Zuspruch.

Warum Quecksilber in Blutdruckmessgeräten verwendet wurden?

In der Zeit der Einführung der nicht – invasiven, also unblutigen, Blutdruckmessung war Quecksilber der einzige Stoff, welcher den Anstieg und das Absenken des Druckes in der Arterie darstellen konnte. So galt die Quecksilbersäule als zuverlässige Messvorrichtung, um den Blutdruck eines Menschen präzise zu ermitteln. Auch heute sind noch viele Ärzte, besonders die der älteren Generation, von den Quecksilber – Manometern überzeugt und messen weiterhin den Blutdruck mit diesen. Blutdruckmessgeräte, die mittels einer Quecksilbersäule funktionieren, werden auch heute noch für bestimmte Zwecke hergestellt. Jedoch sind diese Geräte, aufgrund der Sonderbestimmung für den Einsatz von Quecksilber, mit besonderen Schutzmaßnahmen versehen, sodass ein Austreten von des giftigen Stoffes, im Falle einer Beschädigung der Säule, vermieden wird.

Warum Quecksilber in Blutdruckmessgeräten gefährlich werden kann?

Quecksilber zählt heute zu den gefährlichsten Substanzen der Welt. Bereits ein Tropfen des Stoffes verseucht eine Million Liter Wasser. Für den Menschen hat die Aufnahme von Quecksilber, lokal, oral oder nasal, eine verheerende Wirkung, die zu einem schleichenden Tod führen kann. Eine Vergiftung mit Quecksilber kann beispielsweise durch die Beschädigung eines medizintechnischen Gerätes, welches Quecksilber enthält, hervorgerufen werden. Das Quecksilber tritt nahezu unbemerkbar aus und setzt sich in Teppichrizen oder in die Zwischenräume von Holzfussböden. Dort kann es ungehindert seine flüchtigen Gase verströmen, welche dann vom Menschen aufgenommen werden und schwere Störungen verursachen.

Warum Quecksilber in Blutdruckmessgeräten nur noch selten zu finden ist?

Aufgrund der Gefährlichkeit des Quecksilber Mensch und Umwelt schloss man im Jahr 2013 ein weltweites Abkommen. Welches die Emission von Quecksilber eindämmen helfen soll. Seither wird dieser gefährliche Stoff nicht mehr regulär in medizintechnischen Produkten, wie Fieberthermometern und Blutdruckmessgeräten, verarbeitet. Dies geschieht nur noch unter besonderen Voraussetzungen und Sicherheitsmaßnahmen. Bei Geräten für den häuslichen Gebrauch gilt ein generelles Verbot des Einsatzes von Quecksilber. Hierfür wird ein Ersatzstoff verwendet, der aus einer Legierung aus Gallium, Indium und Zinn besteht und, selbst beim Austritt des Stoffes durch einen Defekt des Gerätes, für den Menschen nicht gefährlich ist.

Weitere Fragen und deren Beantwortung rund um das Thema Blutdruckmessgeräte finden Sie HIER.

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